Die Strategie-Kolumne

Die Makro-Strategie

Thalib Sheikh -

 

 

Für die derzeitige Unruhe am Markt gibt es gleich mehrere Ursachen: Eine der wichtigsten ist eine weltweite Neubewertung der Deflationsrisiken. Wir gehen zwar nicht davon aus, an der Schwelle einer Rezession zu stehen, aber nach fünf Jahren der unkonventionellen Geldpolitik zur Stützung der Märkte ist keine Rezession notwendig, um Marktturbulenzen auszulösen.

 

Auch haben die Märkte weiterhin damit zu kämpfen, den Risikofaktor China richtig einzuschätzen: China ist bemüht, seinen Exportsektor durch eine Abwertung des Yuan zu stützen, und die Märkte haben Mühe, die Auswirkungen dessen zu verarbeiten. Nach einem stürmischen Start in das neue Jahr haben wir in den letzten Wochen eine erste Stabilisierung gesehen, gehen aber davon aus, dass uns das Thema weiterhin beschäftigen wird.

 

Zu beobachten ist eine weltweite Liquiditätsverknappung, die auf langsameres Gewinnwachstum bei Unternehmen trifft. In unserem Basisszenario gehen wir weiterhin davon aus, dass die US-Wirtschaft auf einem soliden Fundament steht. Wir halten eine Rezession für unwahrscheinlich, jedoch wäre es völlig unrealistisch, zu erwarten, dass ein klassisches ausgewogenes Portfolio mit Long-Positionen in Aktien und Renten vergleichbare Erträge wie in den letzten Jahren erzielen wird. 

 

Um positive Erträge aus diversifizierten Quellen zu erzielen, kommt es unserer Meinung nach darauf an, Makrotrends zu identifizieren, die die weltweiten Kapitalmärkte bestimmen. Daraus können konkrete thematische Anlageideen entwickelt werden, und zwar entweder auf Basis traditioneller, vom Beta abhängiger Erträge, wie Long-Positionen in Aktien und Anleihen, oder auf Basis ausgefeilter Strategien, bei denen die Erträge nicht von der Richtung der Marktentwicklung abhängen. 

 

Besonders negativ bemerkbar machen sich solch volatile Marktphasen im Portfolio, wenn Aktien-

und Rentenmärkte parallel fallen. Es zeigt sich, dass der Diversifikationseffekt der klassischen

Anlageklassen geringer wird. In diesem Umfeld kann die „Makro-Strategie“ punkten: Hierfür identifizieren Experten die wichtigsten globalen volkswirtschaftlichen Trends und „übersetzen“

diese in verschiedene Investmentstrategien. Dabei ist es nicht relevant, ob die jeweiligen

makroökonomischen Entwicklungen auf den ersten Blick positiv oder negativ scheinen.

 

Der JPMorgan Investment Funds – Global Macro Opportunities Fund nutzt seit mehr als drei Jahren eine solche Makro-Strategie. In dieser Zeit konnte der Fonds unter Beweis stellen, dass er in unterschiedlichen Phasen positive Erträge generiert – auch bei Gegenwind – und somit nicht zwingend abhängig von steigenden Kapitalmärkten ist. Dies wird auch von unabhängiger Seite bestätigt: So erhielt der Global Macro Opportunities Fund jüngst ein „Buy“ Rating von Fondsconsult, das folgendermaßen begründet wird: „In den letzten drei Jahren erzielte der Fonds per 31.12.2015 mit 12,8% p.a. eine deutlich bessere Wertentwicklung als die Vergleichsgruppe der global investierenden ausgewogenen Misch­fonds. […] Dabei wies der Fonds eine äußerst geringe Korrelation zu den traditionellen Assetklassen auf.“ Zudem wurde der Global Macro Opportunities Fund (Anteilklasse A (acc) – EUR) mit dem €uro Fund Award in der Kategorie „Absolute Return Sonstige“ über 1 und 3 Jahre ausgezeichnet.

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