Geht dem Jäger die Luft aus?

Zwei Rivalen

Elmar Peine -

Die Rivalität der DAB Bank und der teils aus ihr hervorgegangenen V-Bank ist seit Jahren mit Händen zu greifen. Beide wollen den Titel „Die Depotbank der Vermögensverwalter“.

Im vergangenen Jahr sah es noch sehr gut aus für den Jäger, die V-Bank. Mit den besten Zufriedenheitswerten unter den Kunden und viel unternehmerischem Schwung war man dem Marktführer bedrohlich nahe gekommen. Der musste dann auch noch einen Eigentümerwechsel und die bange Frage nach der Zukunft in der BNP Paribas-Gruppe verkraften.

Die Vorherrschaft der V-Bank schien nur noch eine Frage der Zeit.  

Doch dann konnte sich die DAB Bank stabilisieren. Erst erreichte sie in der diesjährigen Private-Banker-Zufriedenheitsumfrage unter Vermögensverwaltern die Bestnoten. Dann gab ihr Eigentümer bekannt, dass man sich mit der Tochter ganz auf das B2B-Geschäft konzentrieren wolle. Eine Abwicklung oder ein schneller Verkauf ist damit wohl vom Tisch.

Die V-Bank dagegen wurde unter anderem wegen einer offenbar nicht voll ausgereiften neuen Software in der Umfrage des Private Banker gescholten und sackte um fast eine ganze Note im Ranking (von 1,6 auf 2,4) ab. Und nun berichtet die FAZ (http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/sparen-und-geld-anlegen/v-bank-zwingt-reiche-zur-kasse-14424958.html) auch noch über ein Schreiben des V-Bank-Chefs an seine Kunden. Man sehe sich gezwungen, für Bargeldbestände über 500.000 Euro Strafzinsen in Höhe von 0,4 Prozent zu erheben.

Täuscht der Eindruck oder geht dem Verfolger die Puste aus? Nicht, dass er am Ende noch leichte Beute wird.

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