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Christian Exner-Kolumne

Der gar nicht langweilige Langweiler!

Kolumnist -

Der Pharma- und Gesundheitssektor gilt an der Börse landläufig als unspektakulär. Er wächst, liefert solide Renditen, ist konjunkturunabhängig und daher planbar in seiner Entwicklung. Sprich: Der Sektor ist für viele Börsianer eher langweilig.

Das mag in der Vergangenheit so gewesen sein. Durch die Corona-Krise hat sich dies aber gewaltig verändert. Plötzlich ist der Gesundheitssektor auch an der Börse der absolute Megatrend!

Megatrend Gesundheit

Gesundheit ist zum Synonym für ein gutes Leben geworden. Als zentrales Lebensziel hat sich der Megatrend tief in das Bewusstsein, die Kultur und das Selbstverständnis jeder Gesellschaft verankert und prägt sämtliche Lebensbereiche. Die Krise hat die Gesellschaft, unser aller Leben, die Politik, die Wirtschaft und die Finanzmärkte in vielerlei Beziehungen stark verändert. Die deutsche Wirtschaft musste im zweiten Quartal den stärksten Einbruch seit dem Zweiten Weltkrieg verdauen. Und in den meisten anderen Ländern sieht es nicht viel besser aus. Mit nie dagewesenen Hilfspaketen haben die Staaten und Notenbanken versucht gegenzusteuern. Aber es wird wohl noch eine ganze Weile dauern, bis man wieder von Normalität sprechen kann.

Stabilität für jedes Depot

Und hiervon profitiert die Gesundheitsbranche mit so vielfältigen Sub-Branchen wie Biotechnologie, Dienstleistungen, Medizintechnik, Pharma oder Digital Gesundheitsfürsorge. Der Gesundheitsmarkt ist so gut wie resistent gegen alle Arten von Konjunkturzyklen und sorgt so für Stabilität in jedem Depot. Das gilt vor allem auch in Krisenzeiten.

Konstant stabile Wachstumsraten

Motor für das langfristige Wachstum des Welt-Gesundheitsmarktes ist zum einen der demografische Wandel. Weltweit steigen die Lebenserwartungen und das Durchschnittsalter und damit der Bedarf an Gesundheitsleistungen. Wachstumstreiber ist zum anderen der Aufstieg der Schwellenländer, die den Zugang zur Gesundheitsversorgung systematisch ausbauen. Und noch mehr: Asien wandelt sich dieser Tage zu einem regelrechten „Innovation-Hub“ für medizinische Leistungen. Laut Schätzungen der WHO, Deloitte oder Roland Berger werden die Gewinne der Unternehmen im globalen Gesundheitssektor bis zum Jahre 2030 um 5,9 Prozent p.a. wachsen. Im Vergleich dazu liegt das erwartete Weltwirtschaftswachstum bei lediglich 2,8 Prozent.

Gesundheitsausgaben steigen auf 24 Billionen Dollar in den kommenden 15 Jahren

Eine Studie des PricewaterhouseCoopers Health Research Institute geht von einer Verdreifachung der Gesundheitsausgaben in den kommenden 15 Jahren aus. Das würde einen Anstieg der weltweiten Gesundheitskosten auf die stolze Summe von 24 Billionen US-Dollar bedeuten. Zum Vergleich: Die weltweiten Militärausgaben  liegen dem Sipri-Institut zufolge bei derzeit rund 1,8 Billionen US-Dollar.

Der etwas andere Ansatz des Grönemeyer Gesundheitsfonds Nachhaltig

Nun gibt es unterschiedliche Herangehensweisen, wie man in den Sektor investieren kann. Beim Grönemeyer Gesundheitsfonds Nachhaltig (WKN: A2PPHK, ISIN: DE000A2PPHK4) setzen wir die Grundsätze von Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer um, der den Fonds initiiert hat. Als Arzt, Wissenschaftler und Autor zählt er zu den entschiedenen Verfechtern einer Medizin zwischen Hightech und traditionellen Heilweisen. Dabei steht er für einen ganzheitlichen Medizinbegriff und plädiert für eine Medizin, deren Mittelpunkt der Mensch ist. Für ihn ist Gesundheit mehr als eine Ansammlung von Medizinprodukten, IT, Hightech und sonstigen technikgetriebenen Werten. Es fasst das Thema Gesundheit viel weiter. So berücksichtigen wir viele Bereiche, die bei anderen Fonds wenig Berücksichtigung finden, wie etwa das Gesundbleiben, also die Prävention, oder die Psychosomatik im Rahmen der Gesundwerdung. Der Grönemeyer Gesundheitsfonds Nachhaltig ist also kein klassischer Healthcare-Fonds. Uns geht es um den Menschen, um einen Rundumblick und nicht allein um Pharma und Forschung. Und dass nachhaltiges Investieren selbstverständlich ist, dazu verpflichtet uns schon der Zusatz im Namen.

Eines ist sicher: Der Gesundheits-Sektor darf in keinem langfristig orientierten Portfolio fehlen, wie auch immer das Risikoprofil aussieht. Denn der Sektor ist der „spannendste“ Langweiler, den die Börse zu bieten hat.  

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