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Exner-Kolumne

Fette Renditen mit Dicken und „Süßen“!

Kolumnist -

Nach der jüngsten Erhebung der John Hopkins-Universität sind seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie rund 130 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. 2,9 Millionen Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das sind erschreckende Zahlen, verbunden mit viel Leid und Schmerz. Die Pandemie hält unsere Welt schon seit gut einem Jahr in Atem. Impfstoffe wurden entwickelt, es wird (wenn auch nicht in Deutschland) geimpft auf Teufel komm raus. Und es ist absehbar, dass in einigen Monaten das Schlimmste vorüber sein wird. Auch wenn die komplette Ausrottung des Virus wohl noch Jahre dauern wird.

Was in diesem Zusammenhang aber immer wieder vergessen wird: Es gibt Krankheiten, die noch viel schlimmeres Leid verursachen, noch mehr Tote zur Folge haben – und das über viele Jahre hin. Eine dieser Krankheiten ist Diabetes!

Alles 8 Sekunden stirbt ein Mensch an Diabetes

Es ist dramatisch: Alle 8 Sekunden stirbt ein Mensch an den Folgen von Diabetes. Mehr als 4,2 Millionen sind es jedes Jahr! Rund 500 Millionen Menschen sind weltweit erkrankt, wobei die Dunkelziffer bei rund 230 Millionen weiteren Erkrankten liegt. Allein 8 Millionen Menschen sind in Deutschland an Diabetes erkrankt. Und die Zahlen steigen stetig.

Wir wollen hier aber nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Corona ist eine Viruserkrankung. Diabetes eine zumeist selbstverschuldete Volkskrankheit. Denn während sich der Einzelne vor einer Ansteckung mit dem Virus – außer mit Abstand und Maske - kaum schützen kann, ist Diabetes stark vom Verhalten des einzelnen abhängig. Der Typ 1 ist genetisch bedingt und relativ selten. Diabetes Typ 2 hingegen ist in erster Linie auf falsche Ernährung, Übergewicht, mangelnde Bewegung und zu viel Sitzen zurückzuführen. Prof. Dr. med. Dietrich Grönemeyer, der Initiator und Namensgeber unseres Grönemeyer Gesundheitsfonds Nachhaltig, sagt deshalb auch etwas überspitzt: „Sitzen ist das neue Rauchen!“, wenn es um die Gründe für eine Erkrankung an Diabetes geht. Übergewicht ist zumeist die Folge.

„Big Business“ mit bis zu einer Milliarde Diabetes-Kranken

Doch: Diabetes ist auch „Big Business“. In 20 bis 25 Jahren werden wir 700 Millionen bis eine Milliarde Diabeteskranke auf der Welt haben. Entsprechend bemühen sich viele Unternehmen darum, Medikament gegen die Volkskrankheit zu entwickeln, beziehungsweise Mittel und Wege zu finden, die das Leben mit der Krankheit erleichtern können. Immerhin fließen rund 10 Prozent der Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenkassen in die Versorgung von Menschen mit Typ2-Diabetes. Das ist sehr viel Geld.

Auch für unseren Grönemeyer Gesundheitsfonds Nachhaltig sind Investments in diesen Bereich strategisch wichtig und gehören zum Kern des Fonds. Rund 12 Prozent des Portfolios sind hier allokiert. Weltmarktführer in der Versorgung von Diabeteskranken ist die dänische Novo Nordisk. Doch ein Investment in diese Firma kommt für uns nicht in Frage, denn sie betreibt embryonale Stammzellenforschung. Und das schließen wir bei unseren etischen- und Nachhaltigkeitskriterien kategorisch aus. Gleiches gilt im Übrigen auch für die Firma Merck.

Keine Investments in Novo Nordisk und Merck  

Deswegen konzentrieren wir uns auf andere wichtige Player wie etwa Abbott Laboratories, die sich auf selbstkontrollierte Diabetestherapien konzentriert haben. Weiter sind zu nennen sind Dexcom, das Schweizer Unternehmen Ypsomed, Tandem Diabetes Care, Eli Lilly und Insulet Corporation. Diese Firmen wachsen rasant und hochdynamisch, teilweise mit Wachstumsraten von über 100 Prozent in den letzten fünf bis sechs Jahren. Mit denen fahren wir dann „fette Renditen“ für unsere Anleger ein - im Geschäft mit den Dicken und „Süßen“ dieser Welt.  

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