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Vermögensverwalter zum Yuan und S&P

Elmar Peine -

Statements zu Yuan und SuP

FRAGE

George Soros ist laut Medienberichten jüngst umfangreiche Short-Positionen gegen die chinesische Währung, den Renminbi, sowie den amerikanischen S&P 500 Index eingegangen. Wie bewerten Sie aus aktueller Sicht die Eintrittswahrscheinlichkeiten, dass diese Wetten gegen Yuan und S&P in 2016 Erfolg haben werden für: Erwarten Sie im Falle weiterer Anschläge, dass diese zu ähnlich heftigen Kurseinbrüchen - bis hin zu einem Crash an den Börsen - führen, wie dies nach dem 13. November der Fall war?

 

 

Stephan Albrech, Albrech & Cie. Vermögensverwaltung AG:

 Wir haben unsere Einschätzung zur weiteren Entwicklung der amerikanischen Konjunktur korri- giert; dies deckt sich mit der Einschätzung von George Soros. Diese Wette könnte aufgehen.

 

 

Ralf Wiedmann, AdVertum Vermögensmanagement AG:

 Gut möglich, dass Herr Soros seine Entscheidung auf Basis fundamentaler Überlegungen getroffen hat. Er stellt sich allerdings auch gegen extrem mächtige Notenbanken und aus Erfahrung weiß der eine oder andere Marktteilnehmer: „Don‘t fight the FED.“ Analoges würde ich für die chinesische Notenbank unterstellen.

 

 

Jens Richter, Aktien & Fonds - Vermoegensverwaltung Dipl-Kaufm. Richter e.K.: Korrekturen sind überfällig und nur eine Zeitfrage

 

 

Gerhard Friedenberger, Gerhard Friedenberger Vermögensmanagement e.K.:

 Die - wie fast allen anderen - Märkte sind derart volatil, dass vieles kurzfristig möglich erscheint.

 

 

Christian Funke, Source For Alpha (Deutschland) AG:

 Die chinesische Regierung und Volkswirtschaft erscheinen mir zu „solide im Sattel", als dass die Wette gegen den Yuan allzu schnell aufgehen sollten. Auch der S&P 500 erscheint weder von der Bewertung her, noch von der makroökonomischen Situation oder der Geldpolitik her bereit für eine noch weitergehende Korrektur.

 

 

Thomas Wüst, Valorvest Vermögensverwaltung:

 Wenn sich ein Investor wie Soros zu seinen Positionierungen äußert, dann verfolgt er damit zu- meist auch ein politisches Ziel. Insofern würde ich auf solche Medienberichte nicht viel geben.

 

 

Uwe Rohse, Rohse Vermögensmanagement GmbH:

Aus unserer Sicht sind die Statistiken der USA stärker geschönt als die der Chinesen.

 

 

Uwe Eilers, Geneon:

 Der Yuan ist bereits seit einiger Zeit schwach. Da China den Yuan allerdings als 3. Währung hinter dem US-Dollar und dem Euro etablieren möchte, wird die chinesische Notenbank dafür sorgen, dass die Währung nicht weiter an Boden verliert. Somit könnte eine Spekulation gegen den Yuan nach hinten losgehen. Der S&P 500 Index könnte tatsächlich deutlich an Wert verlieren. Fast alle exportorientierten US-Unternehmen leiden derzeit unter der Stärke des US-Dollars. Gerade gegen- über dem Euro macht sich dies deutlich bemerkbar. Apple, Boeing, GE, etc. bekommen dies derzeit schon deutlich zu spüren.

 

 

Frank Haser, Haser Vermögensverwaltung GmbH :

 Ist immer alles immer eine Frage der zeitlichen Perspektive! - Kurzfristig betrachtet, erscheinen mir die Short-Positionen recht erfolgversprechend. Unter langfristigen Perspektiven betrachtet, eher unwahrscheinlich.

 

 

Thomas Singer, TAM Vermögensberatung GmbH:

 Das Jahr 2016 wird sehr unruhig werden, der Januar gab einen kleinen Vorgeschmack. Es ist -wie so häufig - eine Frage des Timings, rein wir raus aus den entsprechenden Positionen.

 

 

Sabri Ergin, Ergin Finanzberatung:

 Wir sind Investoren und keine Spekulanten, die zu einem bestimmten Tag auf einen Kurs wetten wollen.

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