Wichtige Service-Kapitalverwaltungsgesellschaften

Name www Assets (Mrd €) Anzahl Fonds Geschl. Fonds Kunden Kontakt Tel. Kommentar Ort
Adrealis Service KVG www. ca. 0,015 ca. 2* 2 Kunden Hendrik Böhrnsen 040 228 6609 0 Kommentar Dt.
Alceda Fund Man. S.A. www. ca. 6* ca. 200*   Kunden Albert Sowa 00352 248329 1 Kommentar Lux
Ampega Invest. GmbH www. ca. 15* 71   Kunden Marco Kochta 0221 7907996 20 Kommentar Dt.
Axxion S.A. www. 9 145   Kunden Jennifer König 00352 7694946 02 Kommentar Lux
BNY Mellon Service KVG www. >10* >60*   Kunden Caroline Specht 069 120142 00 Kommentar Dt.
Deutsche Fund Platforms www. ca. 36 ca.250 2 Kunden Rainer Ziegler 069 910143 36 Kommentar Dt. Lux
Finexis www.       Kunden Stefan Scholz 00352 20 21 29 Kommentar Lux
Hamburg AM HAM KVG www. 0,35** 3**     Tobias Große Holthaus 040 3008462 40 Kommentar Lux
HANSAINVEST GmbH www. 23 220 8 Kunden Axel Kohls 040 3005778 38 Kommentar Dt., Lux
Hauck & Aufhäuser IG S.A. www. 19 216   Kunden Ronald Meyer 00352 4513145 10 Kommentar Lux
HTB GmbH www. ca. 0,3 ca. 30 7 Kunden Andreas Gollan 0421 7928392 28 Kommentar Dt.
IPConcept (Lux) S.A. www. ca. 40 357   Kunden Felix Graf von Hardenberg 00352 26024849 76 Kommentar Lux
LRI Invest S.A. www. 7** 134**   Kunden Thomas Schuh 00352 26150022 20 Kommentar Lux
Société Générale Sec. Serv. GmbH www. 111 526     Jochen Meyers 069 71745 34 Kommentar Dt. u.a.
Universal Investment GmbH www. 31,6 782   Kunden Andreas Gessinger 069 71043 686 Kommentar Dt, Lux, Au
von der Heydt Invest SA www. <5* >40*   Kunden Stephan Blohm 00352 2748771 00 Kommentar Lux
Warburg Invest KAGmbH www. 6,6 70   Kunden Marco Ahrenholz   Kommentar Dt., Lux
Xolaris Serv. KVG AG www. 0,1* 8* 8* Kunden Stefan Klaile 089 3815646 00 Kommentar Dt., Lux

Quelle: Private Banker; Unternehmensangaben 2016; *geschätzt, ** Angabe von 2015

 

 

 

 

Konkurrenz erhöht die Zufriedenheit

Zufriedenheitsumfrage KVG

Wachsender Wettbewerb der Service-KVGen macht Vermögensverwalter-Kunden zufriedener!

Nach mehr als zwei Jahren hat der Private Banker Vermögensverwalter und kleine Fondsboutiquen wieder gefragt, ob sie mit ihren Fondsdienstleistern zufrieden sind. Nur wenige Häuser (31) haben sich an der Umfrage beteiligt. Das zeigt erstens, dass es im Moment wichtigere Themen gibt. 2. Gibt es ganz offenbar nicht viel zu meckern. Insbesondere in den Kommentaren, die üblicherweise genutzt werden, um auf Mängel und Ärgernisse aufmerksam zu machen, blieb es ruhig und harmonisch. Die teils scharfe Kritik in den letzten Umfragen fehlt weitgehend. Die Zufriedenheit spiegelt sich auch in der Gesamtnote wider. Die Verwalter vergaben eine 1,8, die beste bis dato von uns ermittelte Note für die Service KVGen. 2018 wurden sie noch mit einer 2,1 bewertet und auch die bislang beste Gesamtnote (1,9) aus dem Jahr 2014 wurde getoppt.

Viele Themen, die in den letzten Jahren für Aufregung gesorgt hatten, spielen in der jetzigen Situation keine Rolle mehr. Das sind zum einen die Rochaden in den Eigentümerstrukturen der verschiedenen Anbieter. Die größte damalige Sorge „Wie geht es weiter mit Universal?“ hat sich anders als befürchtet gelöst. Nachdem der britische Finanzinvestor Montagu beim Platzhirsch 2017 eingestiegen war und mehrere Kunden vermuteten, dass da jetzt insbesondere der Service zusammengestrichen würde, befindet sich Universal heute „klar auf der Internationalisierungsschiene“, die bislang die Zufriedenheit der Kunden offenbar nicht geschmählert hat („Sehr gute Prozesse an vielen Stellen, wenn auch als Marktführer etwas schwerfälliger als kleinere Anbieter an verschiedenen Stellen“), auch wenn einige bekannte Leistungsträger von Bord gegangen sind und bei Konkurrenten angeheuert haben.

 

Auch die Dienstleistungsqualität von Hauck & Aufhäuser, die mittlerweile zum chinesischen Fosun-Konzern gehören, was mit vielen Befürchtungen verbunden war, hat zuletzt – glaubt man den Kommentaren - eher zugelegt („Deutliche Verbesserung zu den Vorjahren“). Ähnliches gilt für die LRI, die seit einigen Jahren zu Apex gehört und dort mit einigen luxemburgischen Wettbewerbern (unter anderem Warburg Invest) verschmolzen wurde („Sehr zufrieden mit LRI“ ist Georg Thilenius).

 

 

„Als sehr positiv und belebend nehmen wir dabei trotz aller Konsolidierung den Wettbewerb unterschiedlicher Anbieter wahr“, berichtet diesbezüglich etwa Christian Funke von S4A. „Deutlich mehr Marktmacht auf Seiten der Kunden“ vermutet ein Anderer. Neben den überraschend engagierten Eigentümern gibt es andere Gründe für die Belebung. So hat der Erfolg der Hansainvest mit einer offensiven Strategie, die nach allgemeiner Einschätzung mit der Verpflichtung des Duos Andreas Hausladen / Stefan Klein noch an Fahrt gewonnen hat, die Konkurrenz unter Druck gesetzt. „Progressiver und innovativer“ sei die Hansainvest damit.

 

Neben der Unruhe durch Eigentümerwechsel waren es vor allem drei Themen, die die Verwalter in der Vergangenheit bewegten: Zum einen war das die Marketing- und Vertriebsunterstützung, die viele als unzureichend empfanden. Da hat sich deutlich etwas getan, erfuhren wir von Beobachtern.  Die Gesellschaften rüsten auf; die Hansainvest (Verdopplung der Mitarbeiter seit 2017 auf 220 Personen) etwa veranstaltete während der Pandemie eine große virtuelle Messe, Fondstique, auf der sich Fondsboutiquen und Vermögensverwalter präsentieren konnten. Die Vertriebseinheit der Universal (UVS), von der es nach dem Verkauf an Montegu lange hieß, sie würde geschlossen, soll wohl im Gegenteil deutlich erweitert werden. Das passt besser zur Internationalisierungsstrategie des Marktführers. Die KVGen lassen heute ihre Kunden auch auf ihren Websites stärker und öfter zu Wort kommen.

Die Kosten, eines der großen Themen der Vergangenheit, stechen nicht mehr so prägnant wie zuvor hervor. Wir zählten nur noch wenige diesbezügliche Kommentare (etwa „zu hohe Fixkosten“), Beobachter verzeichnen seit einigen Jahren tendenziell sinkende Gebühren als Folge des verschärften Konkurrenzkampfes. Angesichts der gut laufenden Märkte und der oft üppigen Mittelzuflüsse sind die Kosten momentan auch schon deswegen nicht das ganz drängende Thema für die Kundschaft, weil die prozentualen Belastungen, die TER, tendenziell sinken. Dass es eher die Konkurrenz der Anbieter ist, die die günstige Gebührenentwicklung hervorgetrieben hat, heißt wohl auch, dass die Preisführerschaft, die man momentan bei Ampega und Hansainvest verortet, weniger stark das Neugeschäft beflügelt, als das in kritischeren Zeiten der Fall wäre. Experten wie Christian Meyer Vahrenhorst nervt ohnehin mehr als die absolute Höhe der Gesamtkosten die verschlüsselt „unterm Punkt Sonstiges genannten kryptischen Hinweise, die mit transparenter kundenfreundlicher Gebührengestaltung abseits von der Höhe der Gesamtbelastung nichts zu tun haben“.

Auch ein anderer kritischer Punkt der Vergangenheit hat offenbar an Brisanz verloren. In punkto Digitalisierung ist man „näher zusammengerückt“. War bis vor kurzem etwa das Reporting noch ein Feld, das den Unterschied ausmachte, so hört man darüber keine Klagen oder Kommentare mehr. Die Systeme der Hansainvest sollen mittlerweile „state of the art“ sein und bei Hauck & Aufhäuser „passt die Übernahme aller Geschäftsvorfälle in unser System deutlich besser als früher.“         

       

Heute sind es eher neue Themen, die den Unterschied ausmachen. Zum Beispiel: Wer kann Blockchain? Die Universal arbeitet bereits an Fonds, die digitale Assets beinhalten sollen; Blockchain-Experte Sven Hildebrandt, einst Sprecher bei Hansainvest, lobt heute Hauck & Aufhäuser für ihr Konzept. Eine Frage könnte auch sein, wer für die wachsende digitale Vermögensverwaltung (Robo Advisor) die geeigneten Fonds aufbietet. Iven Kurz, Chef des Robos Evergreen zeigt sich „sehr froh darüber, mit der Universal einen erfahrenen Partner für unsere Fonds ‚Yin‘ und ‚Yang‘ gefunden zu haben. In naher Zukunft könnte für Vermögensverwalter auch die Sachwerte-Kompetenz bedeutsamer werden. Die Axxion hat mit Armin Clemens (kam von Universal) schon diesbezügliche Expertise eingekauft. Axxion ist auch bei einem anderen Thema vorne: Man sei die einzige KVG, die klimaneutral administriere, heißt es auf der Website.

 

Welche der gerade genannten Themen für die Vermögensverwalter einmal an Fahrt gewinnen und wirklich wichtig werden, lässt sich nur schwer abschätzen. Den Dresdner Jens Richter lässt die Aufregung um die Service-KVGen allerdings wohl auch in Zukunft aus grundsätzlichen Erwägungen kalt: „Als Vermögensverwalter für diskretionär betreute Mandate arbeite ich mit keiner KVG zusammen.“

 

 

Die besten Service-KVGen 2021

Name

Note

Axxion

1,8

Universal

2,0

Hansainvest

2,1

Hauck & Aufhäuser

2,2

Ampega

2,5

 

Vorsicht KVGs!

Zufriedenheitsumfrage Service-KVG

Nach 2016 befragte der Private Banker in der vergangenen Woche zum vierten Mal unabhängige Vermögensverwalter und Fondsboutiquen nach Ihrer Zufriedenheit mit den Anbietern von Private Label Fonds. Insgesamt 47 Häuser beteiligten sich an der Bewertung und gaben 129 Bewertungen ab.

In Schulnoten ausgedrückt geben die Befragten eine Zwei. Mit einem „GUT“ können die KVGs zufrieden sein; eigentlich. Doch bei genauerem Hinsehen fällt zweierlei auf: Erstens passt die Note in einen Abwärtstrend, der zwar sanft aber stetig ist. Zweitens verbirgt die Gesamtnote nicht, dass der Ton im Einzelnen durchaus rauer geworden ist.

Die gesamte Zusammenarbeit bewerten die Vermögensverwalter mit 2,05. Eine gute Note, ja. Aber 2016 lag die Note bei 2,02, im Jahr zuvor bei 1,96 und 2014 bei 1,90. Stabiler Abwärtstrend nenne Techniker einen solchen Kurschart.   

Und obwohl das Marktumfeld gut bis sehr gut ist und die meisten Fonds mindestens zufriedenstellende Resultate abwerfen und allein schon durch den Preiseffekt steigende Assets verzeichnen dürften, sind die meisten Kommentare kritisch: Neben den Dauerbrennern „Mindestvolumen“, „Marketingunterstützung, insbesondere für junge und kleine Fonds“ und „Preisgestaltung“  gibt es auch einiges neues Verbesserungsfähiges: "Die Gesellschaften sollten viel klarer Ihre Leistungen vorstellen", beklagt einer aus Berlin den mangelnden Mut zur Individualität. Offenbar erleben die Verwalter KVGs immer stärker als ununterscheidbar. Das ist umso erstaunlicher, als die  Digitalisierung eigentlich größere Möglichkeiten zur Individualität bietet. Potenziale im Digitalisierungsbereich besser nutzen ist denn auch die eigentliche Mahnung der Verwalter. Gleich mehrere Befragte wünschen sich mehr Phantasie und eine größere Angebotsbreite.    

Besser werden könnten die KVGs auch bei den regulatorischen Umsetzungen, insbesondere bei den Dauerbrennern MIFID und MIFIR, was ebenfalls von mehreren Befragten angemerkt wurde. Auch die Reportinggestaltung findet nicht immer das Gefallen der Verwalter. Dabei werden auch Namen genannt. „Die BNP Paribas kann bisher keine Kontoauszüge zur Verfügung stellen, ich brauche diese aber für meine Buchhaltung“, klingt einer aus dem Süden fast schon ein wenig verzweifelt. Auch andere KVGs werden gerüffelt, die Ampega etwa für  ihre „unübersichtliche Produktdarstellung“. „Die durch Hansainvest erstellten Informationsunterlagen (z.B. Factsheets / Website) sind deutlich verbesserungsfähig“, bemerkt einer aus dem Hessischen. „Ein gutes Reporting“ wird hingegen der Universal bescheinigt. Aber auch der Marktführer bekommt sein Fett weg: „Universal: Angesichts der Herausforderungen MiFID II und Reform der Investmentbesteuerung deutliche Spuren bei Service, Ablauf und Verlässlichkeit“, heißt es aus dem Südwesten.

 

Am meisten beschäftigt das Thema „Universal“. Die Alteigentümer Lampe und Berenberg hatten Ihre Anteile 2017 an den britischen Finanzinvestor Montagu verkauft. Man spürt die Nervosität der Kunden: „Universal: wird immer bürokratischer. Zu hohe Fluktuation und ständig wechselnde Ansprechpartner als Folge der Übernahme durch PE-Gesellschaft“, schreibt einer stellvertretend für andere aus Frankfurt. Man solle den Wechsel nutzen, um die Zahl  der Fachabteilungen zu verringern, meint ein anderer. Als hätten die Frankfurt diesen Kommentar befolgt, wurde zuletzt bekannt, dass die Abteilung UVS aufgelöst werden soll. Wechsel des Eigentümers oder des Managements spielen offenbar eine immer größere Rolle bei der Beurteilung der KVGs. Zu Warburg Invest beklagt ein Stuttgarter Verwalter, der eigentlich seit Jahren „sehr zufrieden“ ist: „wechseln (leider) den Besitzer“.  Bei von der Heydt werden erhebliche Befürchtungen laut: „Nach Managementwechsel ohne valide Unternehmensstrategie, unflexibel“. Und zu Hauck & Aufhäuser bekamen wir diesen bangen Kommentar: „hoffentlich lassen die Chinesen die KVG in Ruhe“

In den Kommentaren wird deutlich, dass die Verwalter sich auf eine Marktbereinigung einstellen. Bei der Kölner Ampega hat einer „den Eindruck, dass sie sich aus dem Bereich PLF immer mehr verabschieden.“ Die Fund Platforms der Deutschen Bank wurde nur zweimal bewertet und gar nicht kommentiert. Zu Bayern Invest hieß es lapidar: „nicht für VV und deren Bedürfnisse aufgestellt“. BNY Mellon hat 2017 wichtige Kunden verloren, INKA konzentriert sich auf das institutionelle Geschäft und Alcedas Fondspalette marginalisiert sich weiter.

Auf neuen Auftrieb aus anderen Bereichen braucht man wohl kaum noch zu warten. Der im Zusammenhang mit der Einführung des Kapitalanlagegesetzbuch erfolgte kleine Service-KVG-Boom im Spezial-AIF-Bereich droht, in sich zusammenzufallen. Die weniger gewordenen Service-KVG- Anbieter mit dem klaren Fokus auf Sachwert-Fonds (Xolaris, Mondial, HTB) werden, zumindest was die Kommentierung betrifft, so gut wie gar nicht wahrgenommen. 

 

 

 

Private-Banker-Umfrage 2016 Service KVG

 

 

 

 

Kontinuität im Umbruch

Zum dritten Mal fragte der Private Banker Deutschlands Vermögensverwaltungen nach Ihrer Zufriedenheit mit den Dienstleistern in Sachen Fonds. Die Antworten bestätigen viele Trends.

 

Jedes Jahr verraten unabhängige Vermögensverwaltungen, wie zufrieden sie mit Service-KVGs sind. Wie schon 2014 und 2015 bewerteten knapp 40 Häuser. Und wieder lautete die (gerundete) Durchschnittsnote: „GUT“. Also alles in Ordnung? Na ja. Sieht man genauer hin, dann zeigt sich auch, dass der Trend der schleichenden Verschlechterung anhält. 2014 fiel die Durchschnittsnote noch mit 1,90 aus. Ein Jahr später beurteilten die Verwalter die Kapitalverwaltungsgesellschaften mit 1,96 und jetzt vergaben sie eine 2,02.

 

Die Tendenz ist natürlich nicht dramatisch, aber bedenkenswert. Sie korreliert mit dem Bild einer Geschäftsentwicklung, die sich aus den uns zugegangenen Daten als stagnierend beschreiben lässt.  Im Private Label-Bereich der unabhängigen Vermögensverwaltung konnte vor allem expandieren, wer von Start-Ups mit Mandaten bedacht wurde. Vielen, auch großen Anbietern ist es im vergangenen Jahr ganz offenbar nicht gelungen, den Aufwärtstrend der vergangenen Jahre fortzusetzen. Das lag auch daran, dass der Bereich Geschlossener Fonds sich (im Geschäft mit unabhängigen Vermögensverwaltern) längst nicht so entwickelt hat wie von vielen erhofft. Am stärksten gewonnen haben, nach den Angaben, die uns zugingen, der Platzhirsch Universal und die Hansainvest.      

 

Wie in den Vorjahren konnten wir viele mehr oder minder starke Zufriedenheitsäußerungen verzeichnen. „Insgesamt zufrieden“ und „Ich sehe derzeit kein Verbesserungspotenzial. Alles bestens“, sind nur zwei von vielen positiven Kommentaren. Manche Verwalter wurden auch konkreter: Einer aus dem Süden lobte explizit die Ampega: „Absolut zuverlässig, gute Umsetzung aller Angelegenheiten, gute Unterstützung beim Marketing.“ Unter dem Strich positiv ist auch ein anderer über die Talanx-Tochter eingestellt:  „Zuverlässige Abwicklung“.

 

Überwiegend lobend fielen auch die Kommentare für die Universal Investment aus: 

„Wir sind mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden.  Daher sehen wir im Moment kein Veränderungs-/Verbesserungspotenzial.“ Aus einem anderen Haus heißt es zum Marktführer: „Wir sprechen sehr transparent und offen über alle Belange und fühlen uns in jeder Hinsicht gut betreut. Das uns zur Seite gestellte Team ist fachkompetent und sehr gut erreichbar.“ „Verlässliche Abwicklung, gut strukturierte Prozesse“, das loben viele an der Universal.

Hervorgehoben wurde auch die Luxemburger Axxion in Kommentaren. „Flexibel und individuellen Lösungen aufgeschlossen“ hieß einer; „Innovativ und unterstützend“ ein anderer. Ein anderes Haus lobte H&A: „Die Zusammenarbeit gestaltet sich sehr zielorientiert.“ Von den spezialisierten Sachwert-KVGs wurde die HTB hervorgehoben.

Aber neben vielen lobenden Kommentaren gab es auch Einschränkungen, Verbesserungswünsche, Klagen und teils deutliche Kritik. 

 

Diese Noten vergaben die Vermögensverwaltungen

 

 

Die Kommentare zum Stichwort Verbesserungswünsche lassen sich folgenden Themen zuordnen:

Thema 1.: Vertriebsunterstützung

Dass Vermögensverwalter für ihre Fonds bessere Vertriebsunterstützung wollen, ist so alt wie das Private Label Fondsgeschäft selbst. „Grundsätzlich wäre eine bessere Vertriebsunterstützung wünschenswert“, hörten wir auch dieses Mal nicht nur einmal. Und immer noch sind die KVGs der Ansicht, dass der Vertrieb die Sache der Vermögensverwaltungen ist, obwohl sich einige KVgs bemühen und auch, wie etwa die Ampega, dafür gelobt werden. Fast alle helfen mittlerweile mit Newslettern, die Axxion mit einer Extra- Vertriebsgesellschaft (Venova), andere machen Roadshows, aber die große Mehrheit glaubt, mit guten Factsheets, einer Vertretung auf den bekannten Internetportalen und vielleicht einer Produktbroschüre, genug getan zu haben. Blöd nur, wenn auch das in die Kritik gerät. Ein Haus aus dem Norden beklagt: „Factsheet: Note 5; unübersichtlich, nicht kundenorientiert, von Mathematikern und nicht von Menschen gemacht. Die Macher orientieren sich an  institutionellen Kunden. Es sind abgehobene, nicht logisch aufbauende Datenreihen, die real den Kunden mehr verwirren als helfen…“.

 

Thema 2: Kosten

Natürlich sind Kunden (fast) nie mit den Kosten der Dienstleistung zufrieden. Und auch in der aktuellen Umfrage gab es Kommentare wie etwa den, dass die Ampega bei den Mindestgebühren „recht teuer“ sei oder dass die „Ticket Fees in Luxemburg“ insgesamt verbesserungswürdig seien. Verglichen mit den Vorjahren aber blieb es dieses Mal an der Kostenfront recht ruhig.

 

Thema 3: Regulation:

„Stärkere Unterstützung bei den immer umfangreicheren gesetzlichen Anforderungen“ ist einer der Verbesserungswünsche, die Vermögensverwalter uns gegenüber häufiger äußerten. Ganz klar: Der regulatorische Würgegriff wird sich nicht lockern, Ucits VI, die Umsetzung von Mifid II usw. kommen und fordern auch die Experten in den KVGs immer stärker. Umgekehrt suchen Fondsinitiatoren nach breiteren Vertriebsmöglichkeiten. Hier hat sich nach unserer Einschätzung eine Spielwiese für die Leistungsfähigkeit von KVGs herausgebildet, die über die Vergabe von Mandaten in Zukunft ganz erheblich mitentscheiden könnte. Bemerkenswert der Kommentar einer Verwaltung in diesem Zusammenhang: „Letztlich stehen die KVGen genauso unter dem Druck der Regulierung wie wir als Fondsmanager; den resultierenden Mehraufwand für individuelle Fondskonzepte gilt es möglichst kooperativ zu managen.“        

 

Thema 4: Alternative Investments

"Sind ein „Riesenthema“, sagt etwa Andreas Hausladen von Universal Investment (Zum Hausladen-Interview). Die Niedrigzinsphase zwingt zum Nachdenken und zur Neupositionierung. Bislang allerding vor allem die institutionellen Anleger, Pensionskassen, Versicherungen etc., die nicht unbegrenzt auf den Aktienmarkt ausweichen können und deswegen Derivate und neue Segmente einbinden. Von den Nöten der Instis profitieren im Moment vor allem die arrivierten KVGs. Deren Geschäft mit Spezial-AIFs brummt, uns wurden über zweistellige Milliarden-Zuwächse in den letzen Monaten berichtet. Wegen der großen Volumina, die es dort zu holen gibt, konzentrieren sich jetzt viele Service-KVGs augenscheinlich auf dieses Geschäft. Im Geschlossenen Bereich sind Themen wie Erneuerbare, Immobilien und Private Equity die Favoriten. Unser Eindruck: Die Vermögensverwalter geraten momentan ein wenig ins Abseits. Die Universal hat immerhin noch acht Projekte in den letzten Monaten realisiert. Viele relativ neu an den Markt gekommene KVGs hoffen auch  Monate nach Inkrafttreten des KAGB allerdings immer noch weitgehend vergeblich darauf, dass sich die Flaute bei den Retail-Initiatoren, die die Dienste einer Service KVG in Anspruch nehmen müssen, allmählich legt. Bislang reicht es noch nicht bei Mondial, Hamburg AM oder Xolaris. Einige Anbieter haben sich auch schon wieder ganz zurückgezogen, wie etwa Reconcept aus Hamburg.  

 

Thema 5: Technik

In Zeiten, in denen Banken indikative Dax-Live-Werte scheinbar spielend leicht errechnen können, in denen der Sekundenhandel und das schnelle Trading auch bei manchen Vermögensverwaltungsansätzen eine wachsende Rolle spielt, wünschen sich auch immer mehr Fondsinitiatoren Live-Fonds. „Die Universal kann noch kein „Echtzeit-Depot“ darstellen. Gerade bei schwankungsintensiven Tagen möchte ich einen schnellen Überblick über die Entwicklung der einzelnen Werte sehen. Es kann nicht sein, dass wir diese Thematik in ein Musterdepot im Internet auslagern müssen“, heißt es etwa aus einem Haus. Unser Eindruck ist, dass sich die Technik als entscheidende Größe für die Mandatsvergabe entwickeln könnte. Wer minutengenaue NAVs am besten auf mobilen Anwendungen bieten kann, dürfte künftig ein starkes Argument bei der Mandats-Vergabe haben. Dass dabei nur die kapitalstärksten Unternehmen mithalten können, versteht sich von selbst.  

 

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Die beste KVG

 

 

 

 

Private-Banker-Umfrage 2015 Service KVG

 

 

 

 

Die Klage ist des Kaufmanns Gruß

Wer mit Service-KVGs redet, hört viele Klagen. Dabei läuft das Geschäft mit den Private Label-Fonds hervorragend.

Die Anbieter stöhnen über den zunehmenden Wettbewerb, den Druck auf die Margen, die Ungewissheit durch das KAGB, die immer noch nicht gelösten ‚Regulierungslöcher‘, über den weiter ansteigenden Wust an Vorschriften, den daraus wachsenden Aufwand bei gleichzeitigem Druck auf die Margen. Ja gut, heißt es auf Einwände, das Geschäft laufe doch aber gut, das könne sich leicht ändern. Und okay, die Marktphase sei günstig, aber was, wenn der Börsenwind von Norden wehe? Und die Regulierung? Habe zwar mehr Sicherheit für Kunden etwa im Bereich geschlossener Fonds gebracht, aber ob das wirklich neue Geschäftsmöglichkeiten bringe?

Die Umfrage, die der Private Banker einmal jährlich bei den wichtigsten Kapitalverwaltungsgesellschaften macht, zeigt fast überall Fortschritte, etwa bei den Assets under Mangement und der Zahl der aufgelegten Fonds. Der Marktführer nach Zahl der Private Label Fonds in Deutschland, die Universal Investment, legte gegenüber der letztjährigen Befragung bei den Assets um rund fünf Milliarden zu. Die Deutsche Fund Plattform, die das Geschäft von Oppenheim und der Deutschen Bank bündelt, meldet ebenfalls eine kräftige Zunahme der Assets. Ähnlich gut lief es auch bei IPConcept.

Die KVGs haben allen Klagen zum Trotz Grund, weiter optimistisch zu sein. Ob man mit Verwaltern oder Beobachtern des Marktes spricht: An Fonds führt für viele Semi-Institutionelle kein Weg vorbei. Die Produkte gelten als die bestregulierten und mit dem meisten Vertrauen ausgestatteten Finanzmarktprodukte überhaupt. Das strahlt längst über die Grenzen Deutschlands hinaus und könnte sich auch für die Eroberung neuer Märkte auszahlen. Zertifikate oder Wikifolios werden noch über Jahre keine Alternative sein. Weiter steigende Umsätze könnten für die KVGs aber auch aus einer anderen Entwicklung kommen: Mit dem Kapitalanlagegesetzbuch rückt die Welt der geschlossenen Fonds an die der Offenen heran. Für die KVGs winkt ein ganz neuer Geschäftsbereich. Die meisten Gesellschaften verfügen über die notwendigen Genehmigungen und haben selbst auch AIF-Themen ins Blickfeld genommen (s. Tabelle). Allerdings drohen den gestandenen KVGs ganz neue Mitbewerber: Mit der Hamburger Asset Management hat sich ein Anbieter, der von zwei renommierten Experten für geschlossene Fonds gegründet wurde, auf das Private Label Geschäft fokussiert. Kein Grund zu Klagen. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft.

 

 

HANSAINVEST mit höchster Kundenzufriedenheit

Was Verwalter wünschen

Vermögensverwalter, das brachte die Befragung des Private Banker zutage, sehen noch deutliches Verbesserungspotenzial auf Seiten der KVGs. Die beiden größten Wünsche betreffen die Themen Kostensenkung und Vertriebsunterstützung. Wer den letztjährigen Bericht des Private Banker gesehen hat, kann sich darüber nicht wundern. Damals wurden genau diese beiden Baustellen angesprochen. 

Warum hat sich so wenig getan seitdem? Spricht man mit Kapitalverwaltungsgesellschaften, so wischen die das Thema oft weg und reagieren fast ein wenig unwirsch. "Vertrieb?" heißt es dann. "Vertrieb ist Sache der Verwalter. Wir können für Vertriebsschwächen nicht einstehen." Und mit den Margen und Preisen sei man bereits am unteren Ende angelangt. Die harte Konkurrenz im Markt hätte die Gewinne erheblich reduziert.

Wer also glaubt, dass demnächst die größten Baustellen im Verhältnis zwischen Verwalter und KVG verschwinden, wird wohl enttäuscht werden.     

 

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Themen für Geschlossene Fonds

 

Im Bereich geschlossener AIFs denken die meisten Verwalter an Fonds, die einen möglichst breiten Anlagefokus haben, also auch in Derivate und andere alternative Investments anlegen dürfen. Multi Asset ist das Schlagwort, in dem noch viele Häuser Potenzial sehen.