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Interview mit Kai Friedrich (Ebase)

Das Beste aus zwei Welten ...

Redaktion -

 

Vor einigen Wochen wurde bekannt, dass der Ebase-Eigner FNZ das Wertpapier-Geschäft der Augsburger Aktienbank gekauft hat. Vermögensverwalter horchen auf. Wir sprachen mit dem frischen Ebase-Chef Kai Friedrich über seine Pläne.      

Ebase-Chef Kai Friedrich

 

Private Banker: Herr Friedrich, Sie haben einen Teil des Geschäftes der Augsburger Aktienbank übernommen. Zunächst: Welches Ausmaß hat der Deal und wann wird er vollzogen werden?

Kai Friedrich: Unser Eigentümer, die FNZ hat der Augsburger Aktienbank ihr Wertpapiergeschäft abgekauft, das heißt, zu den von uns verwalteten 35 Milliarden Euro kommen nochmal 17 Mrd. hinzu. Ende Juni wurde der Kaufvertrag unterschrieben, jetzt bleibt ein Jahr Zeit um die Migration der Depots  vorzubereiten und dann zu vollziehen.

 

PB: Wird sich das ganze Geschäft auf München konzentrieren?

KF: Nein, wir werden einen zweiten Standort in Augsburg haben.   

 

PB: Ebase ist vor allem bekannt als Fondsdepotstelle, die Vermögensverwalter gerne nutzen. Was bedeutet die Übernahme des Wertpapiergeschäftes jetzt für diese Kundschaft?

KF: Wenn wir das heutige Geschäft der ebase mit den mehr als 35 Mrd. Euro an Assets betrachten, haben Vermögensverwalter sicherlich keinen dominanten Anteil. Nichtsdestotrotz arbeiten wir bereits heute mit mehr als 50 Vermögensverwaltern zusammen, wobei sich das Geschäft auch volumenseitig erfreulich entwickelt hat. Die Augsburger Aktienbank ist im Bereich der Vermögensverwalter sogar noch präsenter und wird von zahlreichen Vermögensverwaltern geschätzt. Zukünftig wollen wir dieses Geschäft weiter ausbauen und ich glaube, dass wir schon allein durch das vergrößerte Volumen stärker wahrgenommen werden. 

 

PB: Bewegt sich ebase damit in Richtung V-Bank und DAB BNP Paribas?

KF: Wir werden unser Angebot ausbauen, ja. Sowohl die Fonds- (insbesondere die ETF-) als auch die sonstige Wertpapierpalette wird noch breiter werden. Unser Ziel ist es aber nicht, eine zweite V-Bank oder DAB BNP Paribas zu werden. Viel mehr wollen wir unsere eigenen Schwerpunkte setzen, nicht nur im Vermögensverwaltergeschäft. Im Fondsdepotgeschäft wollen wir unsere Position etwa mit neuen Angeboten in den Bereichen fondsgestützte Altersvorsorge und Altersvorsorgekonten ausbauen.

 

PB: Auf was dürfen sich die VV-Kunden noch freuen?

KF: Unser Ziel ist es, mit dem Abschluss der Migration für die Vermögensverwalter „das Beste beider Häuser“ anbieten zu können: Zum einen ein sehr breites Spektrum im Fondsbereich ergänzt um andere Wertpapiere wie Aktien und Anleihen, so wie die Vermögensverwalter das von der AAB gewöhnt sind. Zum anderen eine starke technische Infrastruktur, um das Geschäft zu unterstützen. Hier sind wir bei der ebase bereits heute gut aufgestellt und werden das Angebot sicherlich zusammen mit der FNZ noch weiter ausbauen können. Damit wir Vermögensverwaltern von der Kontoeröffnung über die Beratung bis hin zum Reporting auf unserer Plattform alles mit wenigen Klicks aus einer Hand bieten können. Und nicht zuletzt wollen wir auch beim Service und der Betreuung Akzente setzen, gerade hier war die AAB ja auch immer sehr gut.

 

PB: Denken Sie über mehr Marketingunterstützung für Vermögensverwalter nach?

KF: Auch da werden wir nicht stehen bleiben. Wir bieten schon jetzt mehr Individualisierungsmöglichkeiten als es im Markt üblich ist. Vermögensverwalter können etwa gegenüber den Kunden in ihren CI-Farben und mit ihrem Logo aufzutreten. Da sind wir ein echter White Label Anbieter im Bereich der digitalen Vermögensverwaltung. Das wird dynamisch weiterentwickelt.

   

 

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