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Technik-Kolumne

Der verlorene Nutzen der Kaffeepause

Kolumnist -
Christian Hank (Geschäftsführer FinaSoft)
Christian Hank

 

Wer kennt nicht folgende Situation im Geschäftsleben. Ein Meeting ist gerade zu Ende oder man beschließt zusammen mit seinem Kunden eine gezielte 15-minütige Pause einzulegen, um im Anschluss noch einmal richtig intensiv zu Ergebnissen bzw. zu Entscheidungen zu kommen.

Oftmals ging dann der gemeinsame Gang hin zu einem Kaffeeautomaten, um sich zu stärken oder einfach ein bisschen über das gerade Erlebte oder das noch zu Erwartende zu sprechen. Gelegentlich tauschte man sich ebenfalls über weitere berufliche Herausforderungen oder gar private Erlebnisse aus.

Die aktuelle Businesswelt sieht bekanntermaßen deutlich anders aus. Genauer gesagt, die gelebten Kommunikationsarten haben sich deutlich gewandelt. Heutzutage findet ein sehr großer Anteil aller Abstimmungen und Kommunikationen verständlicherweise ausschließlich digital statt. In der Regel zeigt sich dies am deutlichsten an gut gefüllten Kalendern, in denen ein Meeting das nächste jagt.  

Tatsächlich sind diese Abstimmungsrunden (mittlerweile) in der Regel sehr inhaltsgetrieben und zielgerichtet. Wenn ein Call etwas früher endet und ein paar Minuten “Luft“ entstehen, freut man sich über die gewonnene Zeit und die Möglichkeit, das nächste Gespräch vorzubereiten.

Trotzdem fehlt doch eigentlich etwas, oder? Wo bleibt der allgemeine Austausch über gemeinsame Herausforderungen oder die Diskussion von weiteren Ideen und Wünschen? Oder die gezielten oder auch mal spontanen Pausen zwischen den vielen unterschiedlichen Themen und Meetings pro Arbeitstag? Ganz zu schweigen von den spannenden Diskussionen in der Mittagspause oder in einer Kaffeepause? Eine Lösung dafür haben sogar die Anbieter der modernen neuen Kommunikationsmöglichkeiten noch nicht richtig gefunden.

Fazit: Die Meeting-Kultur hat sich radikal verändert. Es gibt sicher viele Vorteile der neuen digitalen Abstimmungsarten. Es gibt aber auch einige klare Nachteile, welche sich, wenn man nicht aufpasst, mittel- bis langfristig sicher auf die Betreuungsqualität und das Erkennen und im Idealfall auch Lösen von neuen Herausforderungen auswirkt. Letztlich können wir nur hoffen in der Zukunft hier einen gesunden Spagat zwischen dem digitalen Austausch und dem analogen Kaffee zu finden. Natürlich auch für die Steigerung des gemeinsamen Kaffeekonsums... 

 

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