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Christian Exner-Kolumne

„Hallo Doc!“ per Video

Kolumnist -

So schlimm die Corona-Pandemie auch unser aller Leben einschränkt, ein Gutes hat sie aber doch bewirkt: Allen wird bewusst, wie wichtig unsere Gesundheit ist, und wie wichtig Medizin und Vorsorge. Gesundheitsthemen gehören mittlerweile wie selbstverständlich zu unserem Alltag. Und wir interessieren uns für die Veränderungen in der Medizin, die nicht nur die Krise mit sich bringt.

Telemedizin, ein Zukunftsmarkt

Eines der großen Themen ist die Telemedizin geworden. Und diese wird unser aller Leben in Zukunft stark beeinflussen, denn dann werden Patienten nicht mehr ihren Arzt direkt treffen, sondern nur noch per Telefon oder Video-Konferenz. Zunächst einmal: Telemedizin, so die etwas gestelzte Definition der Bundesärztekammer, steht für verschiedene ärztliche Versorgungskonzepte, die als Gemeinsamkeit den prinzipiellen Ansatz aufweisen, dass medizinische Leistungen der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in den Bereichen Diagnostik, Therapie und Rehabilitation sowie bei der ärztlichen Entscheidungsberatung über räumliche Entfernungen hinweg erbracht werden. Sprich: Es werden Informations- und Kommunikations-Technologien eingesetzt, die heute gang und gäbe sind, wie das Handy, der Computer oder das Tablet. Und das spart Zeit. Viele medizinische Dienstleistungen lassen sich nämlich schnell und einfach per Ferndiagnose bewerkstelligen. Dies setzt Zeitkapazitäten auf Seiten der Ärzte frei, die dann wiederum der Patientenversorgung zugutekommen. Damit bleibt mehr Zeit für die Patienten, wenn es wirklich wichtig ist. Also kein schnelles „Durchschleusen“ von Patienten im täglichen Praxisleben, sondern mehr Zeit für den einzelnen Menschen, wenn es darauf ankommt.

Der Mensch im Mittelpunkt – auch im digitalen Zeitalter

Das trifft genau auch die Maxime von Prof. Dietrich Grönemeyer, dem Initiator des Grönemeyer Gesundheitsfonds Nachhaltig (WKN: A2PPHK / ISIN: DE000A2PPHK4), der immer den Menschen in den Mittelpunkt der Medizin stellt. Deshalb spielen Investments in den Bereich Telemedizin auch eine große Rolle im Portfolio des Fonds. Hinzu kommt, dass die Telemedizin ein stark wachsender Markt ist. Denn die Medizin wird in rasendem Tempo immer digitaler. Schon heute ist es möglich, medizinische Bilder auszutauschen, Patienten per Home-Monitoring zu überwachen und Ferndiagnosen zu stellen. Und als positiver Nebeneffekt: es gibt keine langen Wartezeiten und Anfahrtswege mehr - von den schniefenden Patienten im Wartezimmer ganz zu schweigen.

In den USA schon lange etabliert

In den USA ist die Telemedizin schon seit einiger Zeit etabliert und wird entsprechend von den Krankenkassen bezahlt. Hier lagen die Ausgaben 2018 bereits bei knapp 20 Milliarden US-Dollar. Und wie stark der Markt wächst, zeigt die Prognose für 2025: Dann werden für telemedizinische Leistungen schon mehr als 64 Milliarden US-Dollar veranschlagt. Das sind beeindruckende Wachstumsraten. Und auch in Deutschland setzt sich dieser Bereich immer mehr durch, auch wenn die Bezahlung noch nicht in aller Fällen von den Krankenkassen übernommen wird. Aber Corona hat zu einer Beschleunigung der digitalen Patientenversorgung geführt - in Deutschland und vielen europäischen Ländern größtenteils als Zusatzdienstleistung ohne Patientenkosten.

Investoren in den Grönemeyer Gesundheitsfonds Nachhaltig profitieren

Und die Entwicklung schreitet mit großen Schritten voran. So ist für 2021 in Deutschland die Einführung der digitalen Krankenakte geplant. Und die Einführung eines flächendeckenden und verpflichtenden E-Rezeptes rückt auch näher. Der Schweizer Zur-Rose-Konzern hat kürzlich bekannt gegeben, dass sie über sein Tochterunternehmen eHealth-Tec eine strategische Partnerschaft mit dem Praxissoftware-Anbieter Medatixx eingegangen ist. Die Firma aus dem hessischen Eltville hat eigenen Angaben zufolge 38.000 Ärzte als Kunden, was einem Marktanteil von rund 27 Prozent entspricht. Und geht es nach den Plänen der Bundesregierung, soll es ab 2022 nur noch in Ausnahmefällen Papierrezepte geben. Auch an Teladoc Health Inc., dem amerikanischen Platzhirschen in Sachen Telemedizin, lässt sich die Dynamik in diesem Markt verdeutlichen. Teladoc erwarten im durch Corona gezeichneten Geschäftsjahr 2020 ein Umsatzwachstum von rund +80% und übernimmt zudem gerade den Wettbewerber Livongo. Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist also kaum mehr aufzuhalten. Und davon werden auch die Investoren des Grönemeyer Gesundheitsfonds Nachhaltig profitieren.

Hinzu kommt, dass durch die Corona-Krise die Akzeptanz von telemedizinischen Dienstleistungen sehr begünstigt wurde. So haben erste Umfragen in den USA ergeben: Eine deutliche Mehrheit der Nutzer bekundeten eine hohe Zufriedenheit. Viele Patienten wollen daher auch nach der Pandemie wieder auf die Telemedizin zurückgreifen. In Deutschland dürfte der Trend ähnlich sein.  

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