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Fuchs|Richter Prüfinstanz

Performanceprojekt IV beendet

Elmar Peine -

 

Performance-Projekt der FUCHS|RICHTER PRÜFINSTANZ

13 Vermögensverwalter (von 73) schlagen die passive Benchmark

 

Das Performance-Projekt IV der FUCHS|RICHTER PRÜFINSTANZ ist beendet und ausgewertet … Über fünf Jahre waren die Teilnehmer dazu aufgerufen, das (fiktive) Vermögen von 3 Mio. EUR eines Privatkunden zu managen. 30.000 EUR wollte der Kunde pro Jahr für sich daraus ziehen – die galt es mindestens zu erwirtschaften – 150.000 Euro insgesamt. Zudem mussten die eigenen Vermögensverwaltungsgebühren verdient werden, um ein Ziel des Kunden – nominaler Kapitalerhalt zum Laufzeitende – zu gewährleisten.

 

13 von 73 Teilnehmer waren besser als die Benchmark – die übrigen 60 schafften es nicht besser zu performen als das passive Index-Portfolio. Die 13 Besten sind in alphabetischer Reihenfolge: Capital Bank, Dr. Kohlhase Vermögensverwaltungsgesellschaft, Freie Internationale Sparkasse, FRÜH & PARTNER VERMÖGENSVERWALTUNG, Fürst Fugger Privatbank, German Capital Management, Globalance Bank, Kathrein Privatbank, Klingenberg & Cie. Investment, Liechtensteinische Landesbank (Österreich), Raiffeisen-Landesbank Steiermark, von der Heydt und Co. sowie die Wagner und Florack Vermögensverwaltung.

 

Wer den Kapitalerhalt nicht gewährleisten konnte, musste mit Punktabzug rechnen. Ebenso gab es Punktabzug, wenn der vom Kunden maximal gewünschte Verlust überschritten wurde, in dem Fall maximal 15% vom letzten Höchststand.

 

Die Benchmark bildete die zu schlagende Messlatte. Die Idee dahinter ist simpel: Ein Privatier, der nicht zu einem Vermögensverwalter gehen würde, stellt sich aus einigen wenigen Indexfonds ein „naives“ Portfolio zusammen. Indexfonds (ETF) sind gut handelbar, kostengünstig und decken einen breiten Markt ab. Unser Benchmark-Depot bestand aus vier ETF – zwei Aktien-ETF und zwei Anleihen-ETF. Der Aktienanteil lag bei 30%.

 

Die Leistung des Benchmark-Depot war durchaus präsentabel: 527.000 EUR erwirtschaftete das Depot in den fünf Jahren. Knapp 60.000 EUR an Steuern gingen zusätzlich ab. Nach Entnahmen der insgesamt 150.000 EUR blieben noch immer 3.377.000 EUR auf dem Konto. Maximal zulässiger Verlust und Kapitalerhalt wurden beinahe immer erreicht: von 2.000 Punkten, mussten dafür lediglich 17 abgezogen werden. Damit kommt die Benchmark im Wettbewerb auf den 14. Platz.

 

Fazit: Aktiv schlägt passiv – das lässt sich generell nicht belegen – im Gegenteil. Das Ergebnis bestätigt somit wissenschaftliche Erkenntnisse. Es gibt auch keinen Investmentstil, der Erfolg in der aktiven Vermögensverwaltung „garantiert“. Auffällig ist jedoch, dass einige Vermögensverwalter zum wiederholten Mal in unserem 5-Jahres-Wettbewerb die Benchmark schlagen. Dazu gehören Dr. Kohlhase, die Raiffeisen-Landesbank Steiermark, die Freie Internationale Sparkasse in Luxemburg oder die Liechtensteinische Landesbank. Es deutet viel darauf hin, dass die persönliche Erfahrung des Portfoliomanagers über Erfolg und Misserfolg entscheidet.

 

Der Endstand im Projekt ist im Detail (kostenfrei nach Registrierung) einsehbar auf pruefinstanz.de.

 

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